Neue Pflegereform: Näher an den Bedürfnissen der Bürger PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 11. April 2008 um 00:00

Kurt Brumme im Gespräch mit Dr. Rainer Wettreck, Vorsitzender der Paul-Gerhard-Stiftung nach einem Besuch des Pflegeheims Oranienbaum.In einer Pressemitteilung äußerte sich der Landtagsabgeordnete Kurt Brumme über die vom Deutschen Bundestag beschlossen Pflegeversicherung, welche am 1. Juli 2008 in Kraft treten wird. Er spricht über die Ziele, die die Reform erreichen soll, sowie über deren Verbesserung. Im Wesentliche kommt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion zu einem positiven Fazit bezüglich der beschlossen Reform, da er davon ausgeht:" (...)dass sie in die richtige Richtung geht."

 

 


icon PM 5/2008 - Pflegereform (40.93 kB)

Neue Pflegereform: Näher an den Bedürfnissen der Bürger.

Kurt Brumme über die am 1. Juli 2008 in Kraft tretende Pflegereform, deren Vorteile, Nachteile und Risiken.


11.04.2008. Kurt Brumme hierzu: „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass ältere Menschen solange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten. Hier ist der Ansatz in der neuen Pflegereform! Durch sie entsteht die Möglichkeit, dass ambulante Betreuung zum Beispiel für Demenzkranke bezahlt werden kann.“
Dies soll durch schrittweise Erhöhung der Leistungen im Bereich der häuslichen Pflege um bis zu 100 Euro, aber auch für demenziell erkrankte Pflegebedürftige im stationären Bereich um bis zu 50 Euro geschehen.
„Ein weiteres Ziel der Reform, so Brumme, ist es noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen einzugehen.“
Das geschieht zum Einen dadurch, dass der Prozess der Leistungsentscheidung beschleunigt werden soll. So sollen die Angehörigen jetzt schon nach 5 Wochen die Einschätzung der Krankenkassen zum Pflegestatus erhalten und können nun schneller als früher darauf reagieren. Zum Anderen wird es erstmals einen Anspruch auf individuelle und umfassende Pflegeberatung in Form von Pflegestützpunkten, damit sind zentrale, wohnortnahe und erreichbare Anlaufstellen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen gemeint, geben.
Kurt Brumme hierzu: „Diese Form des gemeinsamen Handelns unter einem Dach wurde schon seit langen von unseren Krankenkassen genutzt. Dadurch sind sehr gute Beratungssysteme und Strukturen aufgebaut worden, die bereits jetzt hervorragend funktionieren.“
Hinzukommt, dass die Reform die Qualität der Pflege verbessern soll. Durch Qualitätsprüfungen in den Pflegeeinrichtungen und die damit einhergehende Transparenz der Prüfberichte, sollen gute und weniger gute Einrichtungen für Bürgerinnen und Bürger aufgezeigt und die erbrachten Leistungen besser vergleichbar werden.
Alles in allem sieht Brumme in dem neuem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz die Möglichkeit, die Strukturen der Pflege zugunsten der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Pflegenden zu verändern. „Allen Dreien ist mit dieser Reform gedient. Dem Pflegebedürftigen ist durch die nun jährlichen Prüfungen der Pflegeeinrichtungen ein höherer Qualitätsstandard gewährleistet. Die Angehörigen werden nicht allein gelassen sondern in ein funktionierendes Netzwerk integriert, dass Ihnen helfen soll, sich in diese doch recht komplizierten Bestimmungen und Gesetzesvorgaben einzufinden und der Pflegende erhält nicht nur eine höhere finanzielle Unterstützung sondern erfährt durch die Pflegezeit auch arbeitsrechtliche Unterstützung.“

Hintergrund (Bundesministerium für Gesundheit):

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz verändert die Strukturen der Pflege zugunsten aller Beteiligten, insbesondere aber der Pflegebedürftigen, der Angehörigen und der Pflegenden. Das führt dazu, dass die Pflegeversicherung noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen ausgerichtet wird.
Die Leistungen werden schrittweise erhöht – im Bereich der häuslichen Pflege, aber auch für demenziell erkrankte Pflegebedürftige im stationären Bereich. Erstmals wird es einen Anspruch auf individuelle und umfassende Pflegeberatung (Fallmanagement) geben. Als zentrale wohnortnahe und erreichbare Anlaufstellen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen werden Pflegestützpunkte nach einer dahingehenden Länderentscheidung eingerichtet.
Diese Maßnahmen stärken den Auf- und Ausbau wohnortnaher Versorgungsstrukturen, die eine quartiersbezogene und an den Bedürfnissen der hilfebedürftigen Menschen ausgerichtete Versorgung und Betreuung in Zukunft ermöglichen.
Die Reform verbessert die Qualität der Pflege, macht gute und weniger gute Einrichtungen für Bürgerinnen und Bürger transparent und die erbrachten Leistungen besser vergleichbar.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit abrufbar: http://www.bmg.bund.de
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