Wir brauchen Stipendien gegen den Ärztemangel! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 23. Mai 2008 um 00:00

Kurt Brumme MdL23.05.2008. Nachdem die sächsische Sozialministerin Helma Orosz (CDU) erklärt hat, dass Sachsen bereit ist eine monatliche Prämie für Medizinstudenten zu zahlen, welche sich danach auch in Sachsen niederlassen, hat der gesundheitspolitische Sprecher der CDU Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Kurt Brumme, seine Forderung erneuert, dies in Sachsen-Anhalt ebenfalls einzuführen um dem fortschreitenden Ärztemangel im Land zu begegnen.

 

icon PM 8/2008 - Stipendien gegen Ärztemangel (33.79 kB)

 

Brumme: Wir brauchen Stipendien gegen den Ärztemangel!

23.05.2008 Der Landtagsabgeordnete Kurt Brumme erneuert die Forderung nach der Einführung eines Stipendiensystems zur Bekämpfung des Hausärztemangels. Grund für die Erneuerung der Forderung ist eine Bekanntgabe der sächsischen
Sozialministerin Helma Orosz (CDU). Sachsen plant als erstes deutsches Bundesland eine monatliche Prämie von bis zu 600 Euro für Medizinstudenten zu zahlen, die sich dafür verpflichten 4 Jahre als Hausärzte in unterversorgten Gebieten in Sachsen zu arbeiten.
Kurt Brumme hat diese Art, den rapide fortschreitenden Ärztemangel in den neuen Bundesländern zu bekämpfen, schon lange gefordert. Der Antrag liegt der Landesregierung auch vor, leider war es jedoch bis jetzt noch nicht möglich die Prüfung abzuschließen. Kurt Brumme bekräftigte nochmals seine Meinung: „Ich halte diese Art von Förderstipendien für eine ausgezeichnete Idee, dem jetzt schon dramatischen Ärztemangel in unserer Region entgegenzuwirken. Sachsen hat die Notwendigkeit schnellen Handelns erkannt und wir in Sachsen-Anhalt müssen so schnell wie möglich mitziehen.“

 

Hintergrund:
Die Prämie richtet sich an Medizinstudenten, die an einer Uni in Deutschland studieren und muss grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Student nach dem Medizinstudium eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erfolgreich absolviert und anschließend für mindestens vier Jahre in einem unterversorgten Gebiet der Region als Hausarzt tätig ist.
Das Förderprojekt wird von den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und dem Freistaat gemeinsam finanziert. Die Gesamtkosten betragen insgesamt 2,9 Millionen Euro.