Brumme: Taten statt Worte sind notwendig! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 11. Juli 2008 um 10:23

In Zusammenarbeit mit der Stadt Coswig schrieb Kurt Brumme in dieser Woche allen Coswiger Ärzten und  informierte über seine Aktivitäten als Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU und dabei besonders über das Thema der von ihm geforderten Reform der KV- Notdienste. Kurt Brumme forderte bereits in einem Schreiben vom April diesen Jahres den Gemeinschaftsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung und Krankenkassen diese auf, die KV-Notdienstbereiche zu harmonisieren und besser zu strukturieren und einen Fahrdienst im jeweiligen KV-Notdienstbereich einzurichten um den derzeitigen katastrophalen Zustand entschieden entgegenwirken zu können.


icon PM 12/2008 - Taten statt Worte sind notwendig! (66.48 kB)

 

Der Mord an einem Notdienst ausführenden Hausarzt in Mansfeld erschütterte Brumme zutiefst und machte leider zu spät deutlich, dass die Umsetzung seiner Forderungen dringend notwendig waren.

„Die Organisation des KV- Notdienstbereiche in Dessau- Wittenberg, wie in großen Teilen des gesamten Landes, ist katastrophal. In der Verwaltungsgemeinschaft Coswig zum Beispiel sind gerade mal 6 Ärzte vorhanden, die den KV- Notdienst absichern. Das ist viel zu wenig. Bei der Größe des Einzugsbereiches führt das zu einer erheblichen Belastung der Notdiensthabenden Ärzte. Jeder dieser 6 Ärzte muss dann in seinem KV-Notdienst pro Nacht oft mit ca. 3-4 Einsätzen rechnen. Bei einer Einsatzfrequenz von 4-5 Tagen bedeutet das für die Ärzte, dass sie durchschnittlich mehr als 1x wöchentlich einen 24h Notdienst ableisten müssen. Dies stellt eine enorme Belastung für sie dar, da ihre normale Sprechstunde am nächsten Tag auch weiterhin stattfinden muss.“, so Brumme.

Im gravierenden Gegenteil steht der dazu benachbarten KV- Notdienstbereich Dessau und Wittenberg. Hier sind 102 Ärzte in Dessau und 66 Ärzte im Bereich Wittenberg eingebunden. Das bedeutet also, dass hier ein Arzt nur alle 2 bis 3 Monate den KV- Notdienst ausführen muss.

„Aber nicht nur in der Verwaltungsgemeinschaft Coswig muss sich etwas ändern auch im Bereich Roßlau gibt es diesbezüglich einen Mangel. Hier stehen 13 Ärzte zur Verfügung. Die geringe Zahl der Ärzte, die für die beiden KV- Notdienstbereiche im Wörlitzer Winkel zuständig sind, ist noch alarmierender. Hier gibt es nur 4 Ärzte, die den Dienst absichern.“, erklärte Brumme weiterhin.

In diesem Zusammenhang ist auch das immer wiederkehrende Thema Ärztemangel und die Veralterung der Ärzte in unserer Region zu sehen.  

„Landesweit und in unserer Region sind ca. 30 Prozent der Ärzte, die den KV-Notdienst absichern, 60 Jahre oder älter und werden somit in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Nachfolger sind kaum vorhanden, die Problematik verschärft sich drastisch. Die sehr starke Belastung der Ärzte in den ländlichen Regionen vornehmlich in dem KV-Notdienst  sehe ich als einen  Hauptgrund dafür, dass junge Ärzte sich dort nicht niederlassen wollen.“, machte Brumme weiterhin deutlich.

Brumme fordert in dieser Sache von der Kassenärztlichen Vereinigung zusammen mit den Krankenkassen eine zukunftssichere Lösung noch in diesem Jahr zu schaffen.

„Die Bereiche Wittenberg und Coswig sowie Roßlau und Dessau müssen jeweils zusammen zu einem KV- Notdienstbereich gelegt werden. Es ist außerdem zwingend notwendig, dass Fahrdienste für die KV- Notdiensttätigen Ärzte eingerichtet werden. Die Steuerung der Notdiensteinsätze und der Rettungsdiensteinsätze sollten grundsätzlich über die jeweilige Leitstelle erfolgen.“, so Brumme.

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