Daten und Fakten rund um den blauen Dunst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 29. August 2008 um 11:34
Informationen für Eltern und Erwachsene

Sind Nichtraucher eine Minderheit?

Nein. Laut Statistischem Bundesamt sind mehr als zwei Drittel der Deutschen Nichtraucher. Weniger als ein Drittel greift dagegen regelmäßig zur Zigarette. Bei den Rauchern sind die Männer in der Mehrzahl: 32 Prozent aller Männer rauchen, bei den Frauen sind es nur 22 Prozent. Insgesamt ist der Zigarettenkonsum seit mehreren Jahren rückläufig.

Wann ist das Einstiegsalter für Jugendliche?   

Das Einstiegsalter liegt nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei 13,6 Jahren. Die Deutsche Krebshilfe geht davon aus, dass Jugendliche sogar schon zwei Jahre früher anfangen zu rauchen. Einigkeit besteht darin, dass das Einstiegsalter weiter sinkt.

Was sind typische Raucherkrankheiten?

Raucher haben ein doppelt so hohes Krebsrisiko wie Nichtraucher. Fünf Prozent aller Todesfälle in Deutschland sind Todesfälle durch diese sogenannten „Raucherkrankheiten“, an deren Folgen drei Mal mehr Männer als Frauen sterben. Außerdem sterben  Raucher durchschnittlich sieben Jahre früher als Nichtraucher - statistisch gesehen mit 69 Jahren.

Auch die verbreitete Annahme, Zigaretten mit reduziertem Nikotin- und Teergehalt seien harmloser, ist erwiesener Maße falsch. Das Gesundheitsrisiko der so genannten Light-Zigaretten ist genauso hoch, wie das der Zigaretten mit höherem Teer- und Nikotingehalt - aus diesem Grund ist die Verwendung solcher für den Konsumenten irreführender Begriffe wie „light“ in der EU seit 2003 untersagt.

 Typische Raucherkrankheiten sind:

Wie gefährlich ist Passivrauchen?

Täglich sterben allein in Deutschland mindestens neun Menschen an den Folgen des Passivsrauchens.

Schon im Mutterleib kommt es zur Gesundheitsschädigung des Kindes, denn wenn eine Schwangere zur Zigarette greift, hat dies für den Embryo schwerwiegende Folgen. Bereits 20 Minuten nach Rauchbeginn hat er dieselbe Nikotinkonzentration im Blut wie die Mutter. Die Herzfrequenz steigt bei zunehmendem Blutdruck um etwa 15 Schläge pro Minute. Das Kohlenmonoxid im Tabakrauch beeinträchtigt auch den Sauerstofftransport, das Ungeborene ringt sozusagen nach Luft.

Passivrauchen im Kindesalter erhöht nicht nur das Krebsrisiko in diesem Lebensabschnitt. Es steigert zusätzlich das Risiko erheblich, im späteren Leben nicht nur Lungenkrebs, sondern vermehrt auch andere Krebserkrankungen zu bekommen, sogar dann, wenn man als Erwachsener selbst nicht raucht.

Gleichzeitig beeinflusst Passivrauchen die geistige Leistungsfähigkeit von Kindern. So ergab eine Studie, dass Kinder, die mit Zigarettenqualm aufwuchsen, bei Mathe-, Lese- oder Logiktests schlechter abschnitten als ihre Mitschüler.

Sind Raucher ein Motor unserer Volkswirtschaft?

2005 haben die Deutschen insgesamt 24 Milliarden Euro für Zigaretten, Zigarillos und Tabakschnitt ausgegeben. Daran verdient der Staat ordentlich mit: Die Einnahmen aus der Tabaksteuer betragen fast 14 Milliarden Euro.

Der durch das Rauchen verursachte Schaden ist jedoch bedeutend größer.

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass allein in Deutschland durch Zigarettenkonsum ein volkswirtschaftlicher Schaden von mindestens 17,5 Milliarden Euro entsteht. Eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums beziffert ihn sogar auf knapp 40 Milliarden Euro - durch Arbeitsausfall wegen Krankheit und Tod (12,4 Milliarden Euro), medizinische Versorgung (rund sieben Milliarden Euro) und unbezahlte Arbeit (19,5 Milliarden Euro).

 

 

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