Brumme setzt sich für Gesundheitsfond ein PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 09:35

Die Gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Fraktionen von Sachsen Alexander Krauß, Thüringen Christian Gumprecht und Sachsen-Anhalt Kurt Brumme unterstützen nachdrücklich die Forderungen der OST-KVen, den Gesundheitsfond mit seinem Kernelement Morbi-RSA zu erhalten und auszubauen. Die flächendeckende, gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung ist ein wesentliches Ziel der solidarisch finanzierten GKV. Diese darf nicht an Ländergrenzen halt machen, wie verschiedentlich gefordert wird.

Mit diesem Fond werden die Beitragsmittel der Versicherten erstmalig nach der tatsächlichen Morbidität über den morbiditätsgewichteten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) der Menschen eingesetzt. Dies bedeutet insbesondere für die Ostdeutschen Krankenkassen, die bisher an Unterfinanzierungen litten und deren Mitglieder aus demographischen und regionalen Ursachen heraus zunehmend multimorbider sind als die in den alten Bundesländern, einen erhöhten Mittelzufluss. Auch der Ausgleich von Einnahmeschwankungen durch Steuermittel ist der richtige Weg, um Risiken am Arbeitsmarkt weitgehend abzufedern. Hierdurch konnten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung bisher verhindert werden, ohne die Beitragssätze der Krankenkassen erhöhen zu müssen. Dies sind wichtige Argumente für die Beibehaltung des Fonds.

Die beklagte überproportionale Steigerung der Kostenseite, ist im Wesentlichen verursacht durch mutmaßliche Missbräuche in der Codierung der Diagnosen, im Verordnungsverhalten der niedergelassenen Ärzte im Bezug auf die Verschreibung von Medikamenten, im engen Zusammenhang mit der Entlassungs-Medikation von Krankenhäusern, sowie in den vermehrten Krankenhauskosten verursacht durch den medizinischen Fortschritt. Wer den Fond für all diese Ursachen verantwortlich macht, versteht nichts von der Sache.

Diese Ursachen sollten einerseits ein Fall für den Staatsanwalt sein und andererseits kann dies nur durch eine Stärkung und konsequentere Anwendung des Primärarztsystems gelöst bzw. begegnet werden. Zu viele Patienten irren noch im System umher und verursachen somit hohe Kosten durch Mehrfachuntersuchungen und Fehldiagnosen.

Auch sollten die Preise für patentgeschützte Medikamente nach dem Auslaufen des Patentschutzes grundsätzlich auf das Niveau der Generika-Präparate abgesenkt werden.

Konkret muss ein absoluter Schwerpunkt in den Festlegungen zum Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung ein Stopp des Weitereren Rückgangs der Hausarztversorgung, insbesondere in ländlichen Regionen sein, und flankierende Maßnahmen geschaffen werden, die diesen Trend umzukehren.

„Für die Erreichung dieser Ziele“, so Kurt Brumme, „werden sich die Fachpolitiker der drei CDU-Fraktionen mit Nachdruck einsetzen, um den drohenden Kollaps der medizinischen Versorgung in den Neuen Bundesländern entgegenzuwirken.“

 

 

LAST_UPDATED2