AGnES auf Erfolgskurs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 12. März 2010 um 08:27

Erfreut zeigte sich der Gesundheitspolitische Sprecher der CDU- Fraktion im Landtag von Sachsen- Anhalt, Kurt Brumme, über den Erfolg des im März 2009 gestarteten Projekts der „mobilen Praxisassistentin“, kurz „AGnES“genannt.

Zentrale Gründe für die Einführung von „AGnES“ waren zum einen die steigende Lebenserwartung und die damit verbundenen in der Summe gestiegenen Erkrankungen der älteren Menschen und zum anderen der Ärztemangel in den ländlichen Regionen und die damit zunehmende Belastung für die ansässigen Hausärzte.

Die mobile Praxisassistentin ist für die gesundheitliche Überwachung und Vorsorgemaßnahmen beim Patienten zuständig. Daher gehört zu ihren Hauptaufgaben, ältere und wenig mobile Menschen zu Hause aufzusuchen und sie mit Regeluntersuchungen wie Pulsmessung oder Blutabnahme zu versorgen.

Sowohl die Patienten als auch die beteiligten Ärzte schätzen das Projekt als große Entlastung im Hausärztealltag ein.

Diese positive erste Bilanz auf beiden Seiten sieht Brumme als Wegweiser für die Zukunft des Modells und erklärte dazu: „Der Ansatz von AGnES stellt einen Schritt in die richtige Richtung dar, da die Ärzte durch qualifizierte Kräfte zeitlich entlastet und in ihrer Routinearbeit unterstützt werden.“

Weiterhin erklärte Brumme, der sich schon über viele Jahre hinweg für die Bekämpfung des Ärztemangels in unserem Land einsetzt: „Der Anfang ist gemacht und nun ist es wichtig, „AGnES“ erfolgreich weiterzuentwickeln. Dies muss auch in Absprache mit den Krankenkassen geschehen, da durch diese Maßnahmen zusätzliche Kosten abzufangen sind und entsprechend finanziert werden müssen.“

Brumme gab jedoch zu bedenken, dass „AGnES“ keine originäre ärztliche Tätigkeit ersetzen kann. Hier steht, laut Brumme, die Bekämpfung des Ärztemangels auch weiterhin im Vordergrund.

 

Hintergrund:

Seit März 2009 befindet sich das Modell der „mobilen Praxisassistentin“, auch AGnES (Arztentlastende, Gemeinde-nahe, E-Healthgestützte, Systemische Intervention) genannt, auf dem Erfolgskurs. Das Hauptanliegen von AGnES ist, durch speziell ausgebildete Krankenschwestern, die ansässigen Hausärzte zu entlasten. Das Modell ist auch in unserer Region Dessau- Roßlau sehr erfolgreich. Dies zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass

die Anzahl der in Sachsen- Anhalt arbeitenden, nun „Versorgungsassistentinnen“ genannten Teilnehmer, in den vergangenen Monaten gewachsen ist und sich auch ihr Tätigkeitsfeld erweitert hat.

 

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