Erfolg beim Kampf gegen Ärztemangel: Ärztestipendien gehen nach Sachsen – Anhalt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Freitag, 14. Januar 2011 um 12:57

Kurt Brumme, der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, begrüßte die Mitteilung, dass ab sofort in unserer Region Ärztestipendien vergeben werden. Brumme forderte bereits seit mehreren Jahren die Einführung eines Stipendiensystem zur Bekämpfung des Hausärztemangels in unserer Region. Dieses richtet sich an alle Medizinstudenten in Deutschland, die sich bereiterklären eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erfolgreich zu absolvieren, um im Anschluss für mindestens zwei Jahre in einem unterversorgten Gebiet der Region als Hausarzt tätig zu werden.

 

Mit Ingrid Grüßner und Jenny Ziem von der Universität Magdeburg sowie Cindy Eckermann-Preickschath von der Uni Göttingen haben sich nun zum ersten Mal drei junge Medizinerinnen verpflichtet, nach dem erfolgreichen Studienabschluss in einer unterversorgten Region in Sachsen-Anhalt zu praktizieren.

Brumme setzte bereits in der letzten Legislaturperiode (2002-2006) intensiv für diese Art von Stipendium ein und erklärte: „ Gerade die zukünftige Ärztegeneration ist für uns enorm wichtig. Es müssen Anreize geschaffen werden, damit die jungen Hausärzte und insbesondere unsere Landeskinder sich in den unterversorgten Regionen Sachsen- Anhalts niederlassen, denn nur so kann auch in Zukunft eine ambulante und nachhaltige medizinische Versorgung gewährleistet werden. Es stimmt mich sehr froh, dass nun die erste Ausgabe dieses Stipendiums an drei Medizinstudentinnen aus Sachsen- Anhalt erfolgte.“

 

Hintergrund:

Das Thema Ärztemangel ist seit einigen Jahren in unserer Region von enormer Bedeutung. Die Menschen werden immer älter und im überproportionalen Maße von zahlreichen Krankheiten (Multimorbidität) heimgesucht. Diese Krankheiten zu diagnostizieren und sachgerecht zu behandeln ist Aufgabe des Hausarztes. Leider sinkt die Zahl der niedergelassenen Hausärzte in unserer Region drastisch, in den letzten zehn Jahren um ca. 20 Prozent und aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Hausärzte in den nächsten drei bis vier Jahren nochmals um ca. 20 Prozent. Hier fehlt der dringend benötigte Nachwuchs.
Um diesem Prozess entgegenwirken zu können stellen das Land, die AOK und die Kassenärztliche Vereinigung bis Ende 2013 insgesamt 900.000 Euro zur Finanzierung von bis zu 50 Stipendien zur Verfügung. Studierende ab dem 4. Studienjahr können 300 Euro, ab dem 5. Studienjahr 500 Euro und Studierende ab dem 6. Studienjahr 700 Euro monatlich erhalten. Anträge können bei der KV gestellt werden.

Wissenswertes zum Thema gibt es auch im Internet unter www.ms.sachsen-anhalt.de

 

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