Kurt Brumme zum Ärztenotstand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Donnerstag, 02. März 2006 um 00:00

Kurt Brumme MdLKurt Brumme beschäftigt sich weiterhin intensiv mit dem Thema Ärztenotstand und warnt vor den Auswirkungen des Fehlverhaltens seitens der Krankenkasssen. "Wir müssen handeln- und zwar sofort", so Brumme." Denn sonst wird der Ärztenotstand den Standort Ost-Deutschland in erheblichen Maße beschädigen." Brumme plädiert daher auch weiterhin für ein schnelles und vorallem patientenfreundliches Handeln.

Nachdem der CDU Landtagsabgeordnete Kurt Brumme am 21.02.06 zusammen mit Mitgliedern des Ausschuss Gesundheit und Soziales mit Coswiger Ärzten über den Ärztenotstand sprach, rückt das Thema immer weiter in den Blick der Öffentlichkeit. In den nächsten Jahren wird sich die Zahl der Ärzte dieser Region beinahe halbieren. „Dieser Trend muss aufgehalten werden“, so Brumme. Doch dies kann nur geschehen, wenn die Krankenkassen ihr Verhalten endlich ändern. Die Krankenkassen leugnen zurzeit ganz bewusst, dass es einen Ärztenotstand gibt und sind nicht der Meinung, dass besondere Maßnahmen zur Behebung nötig sind. Leider ist es zurzeit so, dass viele Praxen, insbesondere im ländlichen Raum ohne Nachfolger geschlossen werden mussten und die verbliebenen Ärzte die Versorgung der Patienten übernahmen. Dafür erhielten sie aber von den Krankenkassen nicht das ihnen zustehende Budget. Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU- Landtagsfraktion, Brunhilde Liebrecht zeigte ebenfalls großes Unverständnis sich über diese nicht nachvollziehbare Blockade der Krankenkassen. Fakt ist, dass die Krankenkassen real immer weniger für die ambulante Versorgung ihrer Versicherten zahlen. Durch diese Steine, die den Ärzten in den Weg gelegt werden, sind vor allem junge Ärzte gezwungen, sich z. Bsp. in den Alten Bundesländern oder gar im Ausland niederzulassen. „Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist hierbei die Ost- West Angleichung der Vergütung der ärztlichen Leistung“, erklärte Kurt Brumme. Mittlerweile hat ein hier niedergelassener Arzt bei deutlich weniger Honorar unter Umständen zu befürchten, die für den Patienten verordneten Medikamente aus eigener Tasche zahlen zu müssen. Einerseits werden dem Arzt Behandlungsrichtlinien vorgegeben, die sehr kostenintensive Medikamente vorschreiben und andererseits wird er durch ein Budget derart eingegrenzt, dass er bei Einhaltung dieser Behandlungsrichtlinie mit Sicherheit überzieht. Diese Überziehung müsste der Arzt nach dem neuen Arzneimittelrichtliniengesetz eins zu eins aus eigener Tasche bezahlen.  Dieses Beispiel zeigt, dass die Ausübung des Arztberufes mit finanziellen Risiken verbunden ist. Ein weiteres Beispiel für dieses finanzielle Risiko ist, wenn ein Arzt ein dringend benötigtes Medikament, welches dem Patienten direkt in der Praxis verabreicht wird, über den Praxisbedarf und nicht als ein Einzelrezept ausstellt. Brumme dazu:“ Schnelle Versorgung des Patienten, richtiges Arzneimittel- falsches Rezept und der Arzt muss die Rechnung selber tragen. Hier läuft etwas ganz falsch und hier muss etwas getan werden.“ Diese hier aufgezeigten Fälle zeigen, wie problematisch die derzeitige Situation für Ärzte ist. "Dieser Ärztenotstand wird den Standort Ost-Deutschland in erheblichen Maße beschädigen, wenn nicht im entsprechenden Maße umgehend gehandelt wird", brachte Brumme die Situation abschließend auf den Punkt.

 

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