Neue Weichenstellung für Dessau-Wörlitzer Eisenbahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Mittwoch, 17. Januar 2007 um 00:00

Doppelstock-Schienbus (Baureihe 670)Roßlau/Magdeburg, 12.01.2006. Nach einem erneuten Besuch des Landtagsabgeordneten Kurt Brumme beim Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Karl-Heinz Daehre am Donnerstag, dem 11. Januar 2007, wurden die seit längerer Zeit bestehenden Auffassungsunterschiede zwischen den beiden Vereinen, dem Dessau-Wörlitzer Eisenbahn e.V. (DWE) und dem Ferropolis Bergbau- und Erlebnisbahnverein e.V. (FBE) erörtert.Der Minister hat in diesem Gespräch seiner Hoffnung und Zuversicht Ausdruck verliehen, dass es durch Vermittlung des Ministeriums zu einer einvernehmlichen Lösung kommen wird. Hierzu sei aber auch unter Einbeziehung der regionalen Akteure noch ein gutes Stück Arbeit zu leisten.


Der Minister hat in diesem Gespräch seiner Hoffnung und Zuversicht Ausdruck verliehen, dass es durch Vermittlung des Ministeriums zu einer einvernehmlichen Lösung kommen wird. Hierzu sei aber auch unter Einbeziehung der regionalen Akteure noch ein gutes Stück Arbeit zu leisten.  

Ziel ist es, dass Doppelstock-Schienenbusse und historische Züge von Dessau aus sowohl zur Eisenstadt Ferropolis als auch nach Wörlitz fahren können. Weiterhin soll  nach Fertig-stellung der Sanierung der Gleisanlagen, auch die Fahrt von Ferropolis / Wörlitz über Des-sau nach Leipzig möglich sein.

Diese Verbindungen werden die genannten touristischen Highlights der Region besser erschließen und über die Region hinaus bekannt machen. Künftig sollen die Veranstaltungen in der Eisenstadt Ferropolis direkt mit der Eisenbahn erreicht werden können.

Kurt Brumme zeigte sich nach dem gestrigen Gespräch erleichtert und erklärte: „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung“. Weiter erklärter der Abgeordnete, dass jedoch die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Nutzungs- und Betreiberkonzeptes unerlässlich ist. Dies sollte unmittelbar nach Abschluss der Sanierungsarbeiten der beschädigten Gleisanlagen umgesetzt werden.

Hintergrund dieser Entwicklung ist der Streit um die Instandsetzung der Strecke zwischen Burgkemnitz und Vockerode, zu der der FBE e.V. als Pächter bisher nicht bereit war. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr hatte, im Oktober 2006 den FBE zur Ein-leitung eines Stilllegungsverfahren verpflichtet, um den Weg für die notwendigen Arbeiten zu ebnen (Die MZ berichtete am 20.10.2006 „Kampf um alte Grubenbahn“.). Diese Ent-scheidung, die vom Verwaltungsgericht Dessau bestätigt wurde, hat Bewegung in die Angelegenheit gebracht.

Der Landtagsabgeordnete Kurt Brumme hatte sich unmittelbar, nachdem er von dieser Problematik erfahren hatte, bereits im Sommer 2006 mit dem Minister in Verbindung ge-setzt.