Erneuerbare Energien: Sachsen-Anhalt als Vorreiter PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Franziska Schulze   
Donnerstag, 10. Mai 2007 um 00:00

Am 10.05.2007 fand ein Pressegespräch zum Thema „Sachsen-Anhalt am Scheideweg in der Energiepolitik“ statt, bei dem der wirtschaftlichpolitischen Sprechers der CDU- Landtagsfraktion, Detlef Gürth erklärte, dass ein neuer interdisziplinärer, ressortübergreifender Ansatz erforderlich sei, damit Umwelt-, Landwirtschafts-, Raumordnungs-, Bildungs-, Wirtschafts- und Technologiepolitik umfassend vernetzt werden könnten.

Weiterhin teilte er mit, dass die bisher praktizierte vorausschauende Zusammenarbeit zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium beim Emissionsrechtehandel, der Klimapolitik und bei den erneuerbaren Energien eine sehr gute Basis sei, jedoch die Wettbewerbschancen Sachsen-Anhalts von einer guten Energiepolitik abhängen würden und hierzu ein neues Energiekonzept erforderlich wäre. Dieser Aussage stimmte Kurt Brumme, Mitglied im Umweltausschuss, voll und ganz zu und erklärte weiterhin: „Die Biodiversität ist eine wichtige Grundlage für unsere Existenz. Wir können nur hoffen, dass auf dem G8 Gipfel, so wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel das geplant hat, weitreichende Beschlüsse gefasst werden, die natürlich auch positive Auswirkungen für Sachsen-Anhalts Energiepolitik hätten.“ Sachsen-Anhalt könnte so zum Modellland für erneuerbare Energien werden, da es jetzt schon führend beim Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstrommix ist und auf diesem Gebiet technologische Vorsprünge im Maschinen- und Anlagenbau sowie bei der Installation und Wartung besitzt. Hinzu kommt das Funktionalcluster Solar mit dem Solarforschungszentrum, dem einzigen Siliziumwerk für Solarzellen in Deutschland, der Chemieindustrie und den Solarzellenherstellern. Insgesamt arbeiten über 10.000 Mitarbeiter im Bereich erneuerbare Energien in Sachsen-Anhalt. Ziel sollte es daher sein in Sachsen-Anhalt das Potential der Industrie beim Ausbau erneuerbarer Energien zum gegenseitigen Vorteil zu nutzen und auch weiterhin auszubauen.