Mut zur Veränderung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Brumme   
Donnerstag, 28. April 2005 um 00:00

Pressemitteilung über eine realistische Zukunft für den Landkreis Anhalt- Zerbst, eine Kritik an den Mitgliedern des Kreistages von Anhalt-Zerbst und ein Aufruf zu einer möglichst schnellen Aufnahme von Verhandlungen der beteiligten Gemeinden und Landkreisen.

Über eine Realistische Zukunft von Anhalt -Zerbst


Roßlau (Elbe), im April 2005. Die Haltung einiger Kreistagsabgeordneter und des Landrates in der Stellungnahme zur Kreisgebietsreform, ist nicht mehr verständlich. Am 14.04.2005 wurde im Landtag das Kommunalneugliederungs- Grundsätzegesetz verabschiedet. Dieses Gesetz macht unmissverständlich deutlich, dass Groß- oder Regionalkreise nicht gewünscht sind. Umso mehr ist es nicht mehr nachvollziehbar, wie der Kreistag am 28. diesen Monats eine Stellungnahme verabschieden konnte, welche 3 Varianten enthält, von denen aber schon zwei nicht mit dem Gesetz vereinbar sind.

Betrachtet man die Problematik der Kreisgebietsreform im Landkreis Anhalt- Zerbst, so kommt man zu der Ansicht, dass keine gemeinsame Einigung erzielt werden kann. Allein die unterschiedlichsten Positionen in den Kreistagsfraktionen machen deutlich, wie es um den Landkreis beschaffen ist. So sind zum Beispiel die Loburger Vertreter eher für einen Zusammenschluss mit dem Jerichower Land, Zerbst hingegen tendiert Richtung Köthen. In einem Bürgerentscheid wurde festgestellt, dass die Städte Dessau und Roßlau fusionieren und die Verwaltungsgemeinschaft Coswig setzte mit der Stellungnahme ein klares Zeichen, dem Landkreis Wittenberg angehören zu wollen. Nach dem Artikel in der MZ vom 29.04.2005 „CDU lehnt einen Kreis Anhalt ab“, ist die Position des Wörlitzer Winkels offen, da dieser bisher einen Kreis Anhalt forderte der nun aber unrealistisch geworden ist. Eine objektive Prüfung, welche Möglichkeiten nun in Frage kommen, ist empfehlenswert.

An der Kreisfreiheit von Dessau- Roßlau zu rütteln, ist im höchsten Maß undemokratisch, da man den Bürgerentscheid nicht ignorieren darf. Dessau- Roßlau ist als kreisfreies Oberzentrum eine von drei Säulen im Land, an der zu rütteln für die ganze Region schädlich wäre.

Auf Grund der unterschiedlichsten Positionen kann man, wenn man die Fakten realistisch betrachtet, nur noch eine Teilung des Landkreises als demokratischste Lösung akzeptieren.

Zusammenfassend ein Appell an alle Betroffenen:  Die weitere Verteufelung einer Teilung von Anhalt-Zerbst sollte unbedingt vermieden werden, da diese offensichtlich nicht mehr aufgehalten werden kann.